Verschlossene Hoteltüren - na und !!!

Das war wieder einmal eine dieser "berühmten" Nächte wie man so schön sagt... Angefangen hatte es wahrscheinlich weil wir die ganze Nacht hindurch im Bus saßen um nach Kumai zu fahren. Die Busfahrt war auch wieder äußert abenteuerlich gewesen, vor allem als wir irgendwann nach einer Pause -vor lauter Müdigkeit oder weil wir so aufgedreht waren-  in den falschen Bus auch noch eingestiegen sind...

Aber glücklicherweise waren wenigstens unsere "neuen" Mitreisenden wach und der Irrtum war recht schnell aufgeklärt. Eigentlich dachten wir das wir direkt bis Kumai fahren könnten, aber das stellte sich ebenfalls als einen Irrtum heraus. Naja das war uns dann auch zu dieser späten Stunde egal, da an der Endstation noch einige Mopeds nebst Ihren Fahrern rumlungerten. Nach einer kurzen Verhandlungsphase fuhren wir dann auch schon mit unseren Rucksäcken geschultert ins zehn Kilometer entfernte nächste Dorf... Wir fuhren bestimmt schon ne halbe Stunde durch die tropische Nacht , sie fanden das Losmen nicht, aber dafür fand uns Dian, der den Jungs dann zeigte wo es lang ging... Als wir dann endlich vorm Guesthouse standen half allerdings auch kein lautes energisches klopfen an der verschlossenen Tür... irgendwie schien die Nachtwache wohl dem Schlaf der Gerechten zu fröhnen... Jetzt wussten wir auch nicht mehr weiter... Dian bot uns kurzentschlossen an die Nacht in dem Haus seiner zukünftigen Frau Anis zu verbringen. Na das brauchte er uns nicht zwei mal zu sagen, da waren wir gleich mit von der Partie... Der ein oder andere von euch mag uns jetzt vielleicht als verrückt erklären das wir mitten in der Nacht bei einem Fremden einfach übernachten wollen, aber wisst ihr was: man braucht nur Angst vor seiner eigenen Courage zu haben und nicht immer vor Fremden oder dem Unbekannten... Das ist meine Meinung jedenfalls dazu... Dian und seine Familie interessierte sich natürlich sehr dafür wie unsere Pläne für die nächsten Tagen so seien. Geplant hatten wir den Tanjung Puting Nationalpark etwas zu erkunden. Glücksfall pur - Dian hatte schon ab und an Touren unternommen und wollte morgen ein Klotok (Hausboot) startklar machen und uns als Guide begleiten. Insgesamt waren wir zu sechst zum Schluss auf dem Boot, unser Kapitän, sein Assistent (der gleichzeitig "Mädchen" für alles war), Dian als Guide, Anis seine Frau (die uns immer mehr als lecker bekochte) und wir zwei... Das besondere am Tanjung Puting NP ist das es drei verschiedene Orang Utans Camps dort gibt und das diese auch nur auf dem Wasserweg besucht werden können ... Man schippert denn ganz Tag gemächlich auf dem Fluss und genießt einfach nur denn Regenwald...  Ich mag es wenn ich einschlafe und wenn ich morgens die Augen wieder öffne und den "Sound of Nature" höre, das fühlt sich fast wie eine endlos Schleife an, meinetwegen könnte das nie enden...

 

Nachdem wir wieder zurück in der Zivilisation waren, beschloss Dian wir könnten doch noch ein paar Tage bei ihm und seiner Familie verbringen. So kam es das wir dann noch drei Tage in Kumai hängenblieben. Wir unternahmen zusammen mit Anis und Dian diverse Ausflüge, besuchten das halbe Dorf inklusive dem Bürgermeister und hatten noch jede Menge Spaß zusammen...

 

DANKE für die wunderschöne Zeit mit euch !!!

 

 

Verschlossene Hoteltüren - na und !!!


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