Lombok die kleine Schwester Balis

So wird Lombok oft genannt, aber es heisst auch das Lombok seinen ganz eigenen Charm hat, mit seinen fast menschenleeren Stränden und seiner fast unberührten Natur. Und genau diese wollen wir die nächsten Wochen mit einem gemieteten Moped erkunden. Unsere Reise startet in der Hauptstadt Mataram und soll uns westlich die Küstenstraße hoch gen Norden führen und dann von der Ostküste zurück in den Süden... 

Eine Inselumrundung mit vielen kleinen Ausflügen ins Landesinnere, um auch möglichst viel vom Leben und der Kultur der Ureinwohner der Sasaks zu erleben. Und nun beginnt unsere Reise auf der kleinen Sunda-Insel im indischen Ozean.

Am Strand von Ampenan dem alten arab. Hafenviertel von Mataram
Am Strand von Ampenan dem alten arab. Hafenviertel von Mataram
Traditionelle Auslegerboote der Fischer in dieser Gegend
Traditionelle Auslegerboote der Fischer in dieser Gegend
Unser erster Sonnenuntergang auf Lombok
Unser erster Sonnenuntergang auf Lombok

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Lombok die kleine Schwester Balis

So wird Lombok oft genannt, aber es heisst auch das Lombok seinen ganz eigenen Charm hat, mit seinen fast menschenleeren Stränden und seiner fast unberührten Natur. Und genau diese wollen wir die nächsten Wochen mit einem gemieteten Moped erkunden. Unsere Reise startet in der Hauptstadt Mataram und soll uns westlich die Küstenstraße hoch gen Norden führen und dann von der Ostküste zurück in den Süden... 

Eine Inselumrundung mit vielen kleinen Ausflügen ins Landesinnere, um auch möglichst viel vom Leben und der Kultur der Ureinwohner der Sasaks zu erleben. Und nun beginnt unsere Reise auf der kleinen Sunda-Insel im indischen Ozean.

Am Strand von Ampenan dem alten arab. Hafenviertel von Mataram
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Traditionelle Auslegerboote der Fischer in dieser Gegend
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Unser erster Sonnenuntergang auf Lombok
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Lombok die kleine Schwester Balis

So wird Lombok oft genannt, aber es heisst auch das Lombok seinen ganz eigenen Charm hat, mit seinen fast menschenleeren Stränden und seiner fast unberührten Natur. Und genau diese wollen wir die nächsten Wochen mit einem gemieteten Moped erkunden. Unsere Reise startet in der Hauptstadt Mataram und soll uns westlich die Küstenstraße hoch gen Norden führen und dann von der Ostküste zurück in den Süden... 

Eine Inselumrundung mit vielen kleinen Ausflügen ins Landesinnere, um auch möglichst viel vom Leben und der Kultur der Ureinwohner der Sasaks zu erleben. Und nun beginnt unsere Reise auf der kleinen Sunda-Insel im indischen Ozean.

Am Strand von Ampenan dem alten arab. Hafenviertel von Mataram
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Ein Jaguar im Großstadt-Dschungel

Wie gefährlich ist es einem Jaguar eigentlich in der Stadt zu begegnen? Kann es eventuell sogar um Leben und Tot gehen bei einer solchen Konfrontation? Kommt man "heil" aus dieser Nummer wieder raus oder kann das der Anfang vom Ende auch bedeuten ? Wenn ihr wissen wollt wie unsere Geschichte ausgeht dann müsst ihr schon weiterlesen...

Dieser Morgen fing eigentlich soweit ganz normal an. Einen letzten Kaffee trinken und auf den bestellten Airport-Shuttleservice geduldig warten, der uns nach Frankfurt bringen sollte, damit wir unseren Urlaub nach Lombok starten konnten..

Um 7.45 Uhr hörten wir dann auch schon die Motorgeräusche vor unserem Haus. Es sah zwar nicht aus wie ein typisches Taxi aber Hauptsache es war pünktlich.

Die ganze Fahrt hindurch plapperte der Fahrer dann etwas über einen SUV, was ein Satz Winterreifen kostet und bla bla bla... Irgendwann stellte ich dann einfach meine Ohren auf Durchzug und beschloss mich am besten tot zu stellen, weil mich das am frühen Morgen sowas von überhaupt nicht interessierte. Als wir dann endlich ankamen und unsere zwei Backpacks aus dem Kofferraum nehmen wollten, da sah ich ihn dann direkt vor mir stehen:

Na geht doch !!!  Wenn mir das jemand vor paar Tagen erzählt hätte ich werde mit einem Jaguar an den Airport chauffiert wäre meine Antwort gewesen: jaja schon klar...

Und nein wir sind nicht Krösus das war sogar der billigste Anbieter und hatte nur schlappe 62 Euro gekostet. 


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Geschichte zum anfassen - Make LOVE not WAR....

Komischerweise denke ich sofort an Europa und Hitler und seine Wahnvorstellung von einem Großgermanisches Reich wenn ich an den zweiten Weltkrieg erinnert werde... Eigentlich weiss ich ja das nicht nur bei "uns" schreckliche Greueltaten verübt wurden und bei einem Weltkrieg -wie der Name schon sagt- geht es ja um weit mehr als nur einen Kontinent...

60 Staaten waren insgesamt bei diesem Weltmassaker eifrig bei der Sache, traurige Bilanz für einen sinnlosen Krieg... Da standen wir zwei nun vor diesem Stahlmonstrum, der Brücke am Kwai in Kanchanaburi die von unseren Alliierten den Japanern in Bau gegeben wurde. Zu unserer Schande muss ich euch jetzt auch noch gestehen das wir nur wussten das es einen Kriegsfilm über die Brücke gibt den wir vor gefühlten 100 Jahren irgendwann einmal gesehen hatten... Kanchanaburi machte es uns aber leicht unsere Unwissenheit etwas aufzumöbeln... Eine Brücke, eine fünfstündige Zugfahrt, 1 Soldatenfriedhof und drei Museen später waren wir dann doch nicht mehr ganz so planlos wie zuvor... Und wisst ihr was? Es war echt spannend und echt interessant gewesen über diesen "dunkelnen" Teil der Geschichte etwas vor Ort zu erfahren...


Ein paar kurze, knappe Fakten und Zahlen gefällig über die sogenannte Todeseisenbahn?

Streckenlänge 415 km davon 110 km in Burma und 305 km in Thailand.
Bauzeit von Juli 1942 bis Oktober 1943
Gebaut durch 50 bis 70 tausend holländische, australische, engländische und eine handvoll amerikanische Kriegsgefangene und weitere 200 tausend asiatische Zwangsarbeiter.
Todesopfer 40.000 bis 90.000 Menschen während dem Bau.
Nutzungsdauer 17 Monate bis zu Bombadierung durch alliierte Bomber. 

Was wir ganz interessant fanden war das die Kriegsgefangenen von den Japanern "bezahlt" wurden das sie sich selbst teilweise um ihr Essen kümmern mußten das Sie bei Einheimischen gegen Reis und Gemüse eintauschten... Oder das die freiwilligen Arbeiter die gegen Sold arbeiteten mit Opium gefügig gemacht wurden kurz bevor eine Revolte bevor stand... Oder das der Hellfire Pass seinen Namen durch Karbid- u. Diesellampen erhielt, da die nur mit Hammer und Meisel bewaffneten, ihr SOLL nicht tagsüber erledigt hatten um denn 25 m breiten und 75 Meter langen Bergeinschnitt zu schlagen. Geschockt war ich über denn Zustand der Kriegsgefangenen auf den Fotos die nicht besser aussahen als die abgemagerten Körper aus Ausschwitz, Dachau und so....


ICH HASSE DENN KRIEG.... MAKE LOVE NOT WAR !!!



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5 Gründe warum wir plötzlich Thailand mögen

Wer uns etwas kennt der weiss genau das wir definitiv, wirklich und wahrhaftig keine Thailand Fans sind... Thailand bedeutet für uns eigentlich nur Bangkok und auch nur als Transfer weil die Flüge von Frankfurt oftmals so günstig sind... Aber seid heute gibt es fünf gute Gründe warum wir unsere Meinung so schlagartig nach fast 20 Jahren geändert haben...

GRUND 1: An der Burmesisch / Thailändischen Grenze in Phu Nam Ron wurden wir fast freudestrahlend von den drei thailändischen Grenzbeamten empfangen...

GRUND 2: Es wurden dann sogar unverzüglich noch zwei Plastikstühle irgendwo aus der Pampa beigezerrt und im Schatten platziert damit wir uns darauf nieder lassen konnten...

GRUND 3: Aus einer riesigen mit Eis gefüllter Kühlbox wurden dann zwei Flaschen Wasser entnommen, die man uns dann mit stolz gefüllter Brust überreicht hat...

GRUND 4: Ein thailändischer Geschäftsmann (mit weiteren 2 Insassen) der gerade mit seinem Pick up von Myanmar zurück kam wurde von den netten Grenzbeamten kurzerhand zu unserem Taxifahrer degradiert der uns nach Kanchanaburi auf seiner Ladefläche dann mitnehmen musste...

Na das nennen wir mal eine ordentliche Begrüßung in Thailand... Ob die Grenzbeamten allerdings irgendwelche Drogen -welcher Art auch immer-  genascht hatten, das ihr "merkwürdiges" Verhalten bei unserer Einreise verursacht haben könnte das wissen wir wirklich nicht...

GRUND 5: Unser neuer "Taxifahrer" der uns sehr seriös vorkam... Nach einem Stop denn er einlegte um seine leergetrunkene Dose Chang-Bier ordnungsgemäß zu entsorgen und um uns wohl etwas bei Laune zu halten, lehnte er es doch tätsächlich ab eine weiter Dose Bier in sich reinzuschütten die Friedi ganz grosszügig und als kleines Dankeschön ihm ausgeben wollte... Er bedankte sich wirklich äußerst höflich und meinte: er wäre schon hacke dicht genug...

Geht doch... ist doch wirklich nicht so schwer uns glücklich zu machen...

WELCOME TO THAILAND... 

 

da fuhren wir dem Sonnenuntergang entgegen... Minibus ist eindeutig schlimmer...

 

Es gibt noch einen Grund warum wir Thailand mögen... Ab und an gibt's da auch mal etwas "neues" für uns... Wisst Ihr was eine Handpan ist? Ganz ehrlich, wir kannten es vorher auch nicht !

 


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The End of Walking Death...

Von Anfang an schien sich Burma etwas gegen uns zu "wehren" ... Unser "Traum" war es gewesen (schon in Bago was ziemlich am Anfang unserer Reise lag) uns eine gebrauchte Mopedrikscha zu kaufen um das Land -das offensichtlich mehr Pagoden, Tempeln und Buddhastatuen als Einwohner hat- auf eine andere Art zu erleben und zu bereisen...

Noch nie zuvor waren wir mit sovielen Mönchen, Novizinen und einer so tiefgläubigen dem Buddhismus praktizierenden Bevölkerung konfrontiert wie dieses Jahr... Jetzt nach dem Ende unserer Reise das uns quer durch Burma geführt hat (mit trotzalledem immerhin noch mehr als 750 km per geliehenen Mopeds) bin ich mir fast sicher, das WENN es ausserirdisches Leben geben sollte Myanmar ohne weiteres von Alf, ET und Co. schon längst entdeckt wurde... Denn nicht umsonst sagt man hier sei alles Gold was glänzt... und es stimmt eindeutig denn nirgendwo sonst wird mit dem kostbaren Edelmetall so verschwenderisch umgegangen wie hier zwischen den südöstlichen Ausläufern des Himalaya und der langgestreckten Küste am Golf von Bengalen. Auf das Buddhas Heiligtümer bis ins Nirwana für immer erstrahlen...

 

Ich sitze gerade bei einem Lemon Shake und versuche die letzten Wochen Revue passieren zu lassen...

 

Es war eine schöne Zeit mit all Ihren Höhen und Tiefen die das Reisen ebenmal so ausmacht. Einiges hat reibungslos auf Anhieb funktioniert und anderes überhaupt nicht. Wir haben Dinge gesehen und kennengelernt die jeder Reisender aus Birma "mitnimmt" und aber auch jede Menge das wir durch reinen Zufall erleben durften... Was mir auch immer in meiner Erinnerung bleiben wird über dieses Land: Die unglaublich vielen tätowierten Männer. Die "gefühlten" 10 Millionen Pagoden, Tempel und Stupas. Das es meistens kurz nach Sonnenuntergang etwas schwierig war etwas Essbares für uns aufzutreiben, da erstens die Burmesen wohl zeitig schlafen gehen und zweitens es oft nur Essen zum mitnehmen gab. Überrascht war ich auch über die "modernen" Mönche mit ihren Smartphones und über ihre extreme Lockerheit die sie an den Tag legten, Schwätzchen hier und da und sogar mit dem weiblichen Geschlecht... Von den Menschen und Ihrer Kleidung war es wie das alte ursprüngliche vergangene Asien noch gewesen, Frauen und auch Männer trugen hier wirklich noch fast ausschließlich den traditionellen Wickelrock der hier Longyi genannt wird... was es hier übrigens auch noch an jeder Straßenecke gab war kostenloses Wasser, entweder in 25 Liter Bongs oder in alt hergebrachten Tontöpfen...

 

Wir haben jetzt wahrlich in genug fremde Kochtöpfe reingeschaut... Das war es jetzt mit uns und Burma... Ein letzter Gruss aus Walking-Death-Hausen wie wir es gerne auch mal nannten...


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Unter der Kontrolle von Guerillas

Dawei, Dawei... Da wollten wir eigentlich hin... Endlich mal irgendwo "ankommen" und die Seele baumeln lassen... Unendlich menschenleere Sandstrände an der Andamamensee und nur ein oder zwei billige Unterkünfte direkt am Strand, genau unser Ding... Selbst ein Zelt oder eine Hängematte war dann unmöglich zu organisieren da alles schon ausgebucht war...

Da wir keine Lust hatten wieder um die 24 Stunden in irgend so einem verschissenen Minibus zu verbringen charterten wir kurzerhand ein Taxi das uns durch das Karen-Gebiet zur Thailändischen Grenzen bringen sollte... 5 Stunden Taxifahrt gegenüber 24 Stunden Minibus schien uns schon sehr verlockend.... Das Gebiet der Karen wird bis heute durch die bewaffneten Freiheitskämpfer der KNU (Karen National Union) kontrolliert die schon seit 1948 gegen die birmanische Zentralregierung für einen unabhängigen Karen-Staat kämpft. Die KNU ist die größte Widerstandsgruppe der Karen in Myanmar schlechthin... Wir waren entspannt und unser Taxifahrer mindestens genauso... Was Paradox bedeutet wisst ihr bestimmt... Paradox ist wenn ihr an Weihnachten singt Ihr Kinderlein kommet und dann die Antibabypille nehmt... Hier sahen wir sie: die unberührten Dschungel, klaren Flüsse die uns direkt durch das Rebellengebiet führten... Während unserer ganzen Reise begegneten wir ansonsten nur "frisch" aufgeforsteten Wäldern... Paradox oder? Ich weiss Rückblickend garnicht mehr genau wie lange wir im Taxi unterwegs waren bis wir die erste "Zollkontrolle" der KNU passierten... Wegezoll von 7.000 Kyat (5 Euro) und Sichtung unserer Reisepässe war dann erst mal angesagt... Natürlich konnte ich es mir nicht "verkneifen" das Fenster runter zu kurbeln und ein Minkalabar dem "Zollbeamten" zu zu rufen und ein Foto zu schießen....

 

Interessiert es euch woher Jackpoint 2 weiss das ihr bei Jackpoint 1 den Wegezoll berappt habt? Brauchst nur ne Quittung und dann läuft es "rund"... Ja ja ihr Führerhauptquartier haben die hier echt unter Kontrolle... Sowas nenne ich Tip Top organisiert... Ach ja und übrigens: Eindeutig die beste Quittung meines Lebens... Fällt mir grad noch so ein: das war nicht die erste Begegnung die wir mit Rebellen hatten, 2006 sassen wir mit Jungs von der GAM (Bewegung freies Aceh) in deren ehemaligem Hauptquartier bei Tee und Keksen in Tiro (Aceh / Sumatra). Das Militär fand das damals nicht ganz so witzig und ständig wurden wir fotografiert... Die werden sich denn Kopf darüber "zerbrochen" haben was das denn für eine merkwürdige Nummer mit uns ist... So ist das manchmal eben, wir und die Rebellen....


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Früh übt sich wer ein Meister werden will

Bei uns gibt es ja für jeden "Dreck" einen sogenannten Facharbeiter... Am besten noch mehrere Jahre dafür studiert damit das wirklich 100pro das non plus ultra ergibt... Kinder lernen viel schneller als Erwachsene, warum also eine sinnlose Berufsausbildung, die nur kostbare Jahre kostet? Ich finde, früh übt sich wer einmal ein Meister werden will... Lehrjahre sind keine Herrenjahre sagt man ja auch so schön...

Ganz vorbildlich ist hier Burma... Kleines Beispiel gefällig? ok... zum Bleistift Strassenbau... Grad vor ein paar Tagen habe ich nun schon zum 2mal gesehen das schon Kleinkinder, schätze vielleicht so um die 7 bis 9 Jahre alt richtig eifrig mit ihren Arbeitskollegen (wahrscheinlich ihre Eltern oder so) mit dem Ausbau der Strasse beschäftigt sind... Mit ihren flinken kleinen Händen scheint es ihnen besonders leicht zu fallen Steine jeglicher Grösse und jedem Gewicht zu einem Art Puzzlespiel zusammen zu setzen, damit die Unterkonstruktion die dann später mit flüssigem heissem Teer versiegelt wird perfekt vorbereitet wird... Da es wohl blöderweise nicht so einfach ist Schutzhandschuhe in Kindergrössen zu organisieren (geschweige den überhaupt Arbeitshandschuhe), wird der Teer dann auch ganz unproblematisch mit der "nackten" Hand auf die Straße gepresst und in jede noch so kleine Furche gedrückt... Warum die kleinen Schulschwänzer nicht die Schulbank drücken? Nicht nur in der Schule lernt man fürs Leben auch auf der Strasse... Und überhaupt jetzt mal so unter uns: Wer weiss denn hier wann man zum nächsten "Freiwilligendienst" wieder rekrutiert wird... Wenn wir unterwegs sind mit einem Moped, Bus oder was auch immer sehen wir ständig am Strassenrand aufgetürmte Steinhaufen in fein säuberlichen Abständen die fast wie eine "Allee" schon anmuten und etliche Fässer mit Teer, also für uns bedeutet das eindeutig: Früh übt sich wer einmal ein Meister werden will...


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Staubige Reisernte und noch staubigere Straßen

Wie man nach einer Mopedtour hier aussieht könnt Ihr euch bestimmt jetzt vorstellen nachdem Ihr das Foto gesehen habt... Und das wir es auch mehr mögen wenn kein Gefährt vor uns herbraust und wir den Staub schlucken müssen brauche ich wohl auch nicht zu erwähnen...

Aber diese Farbkontraste sind so wunderschön anzuschauen das es eine wahre Freude ist mit dem Moped wiedereinmal abseits der Wege unterwegs zu sein... Und auch diesmal bot sich uns wieder die Gelegenheit das wir den Menschen bei Ihrer Arbeit über die Schulter schauen durften... In der senkenden Mittagshitze schien das halbe Dorf damit beschäftigt zu sein die grosse Dreschmaschine mit den geernteten Reisbündeln zu füttern... Die Spreu flog nur so durch die Luft und es dauerte wahrlich nicht lange und ich sah nicht viel besser aus als die vielen fleissigen Reisbauern nach einem anstrengenden Arbeitstag...


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Über Karstberge die es vielleicht bald nicht mehr gibt

Wir sitzen wieder einmal in einem Bus und diesmal geht es in Richtung Hpa An für uns. Die beeindruckende Karstlandschaft zieht an uns vorbei und hinterlässt doch einen bitteren Beigeschmack bei uns. Nach den Sprengungen tragen grosse Baumaschinen dieses wunderschönen Naturwunder systematisch und unwiederbringlich für immer ab...

Der begehrte Kalkstein speist die beiden großen Zementfabriken von Hpa-an die landesweit wohl ihresgleichen suchen... Franzosen und Japaner profitieren von diesem Raubbau der Natur und zusammen haben sie bereits einige Berge vertilgt. Das sind die traurigen Tribute von Hpa An...

 

Aber noch gibt es sie, die unzähligen Höhlentempel und Klöster...

 

Allabendlich kurz vor Sonnenuntergang verlassen Millionen von Fledermäusen ihre Behausungen die sie hier in den Karstbergen zu Hauf finden...


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Nebelschwaden am Inle See

Wir hatten tatsächlich die Vision als wir beschlossen an den Inle See zu reisen, das wir morgens die Nebelschwaden vom See aufsteigen sehen... Wer gerne Fotos davon möchte kann gerne bei Mick Jagger mal anklopfen der hat es gesehen, wir leider nicht.... Wer wieder diese Mondpreise ausgerufen hat um direkt auf dem See zu wohnen entzieht sich wiedereinmal unserer Kenntnis...

Aber trotz alledem hatten wir es bedeutend schöner als die meisten Backpacker, wir wohnten direkt an einem Kanal... Den ein oder anderen mag vielleicht das laute knattern der Bootsmotoren stören, uns allerdings nicht, wir mögen das leben am Flusskanal... Schon morgens beim Kaffee schlürfen konnten wir dem regen Treiben das sich dort abspielte schon zuschauen...

Hier am Inle haben wir dann auch mal ganz was neues gegenüber unseren täglichen Gewohnheiten ausprobiert, das Moped wurde durch ein Fahrrad eingetauscht, Muskelkraft statts Motorkraft... Sonderlich lange blieben wir nicht auf der geteerten "Hauptstrasse" und schnell war das "wo sind wir hier eigentlich" auch wieder vergessen, gemäß dem Motto: 1000 Wege führen nach Rom... Soviele Fotostops entlang der fruchtbaren Ebene mit den fleissigen Feldarbeitern...

Nachdem wir schon mehrere Bambuswälder und kleine Dörfer passiert hatten wurden wir durch Generatorgeräusche und einen himmlischen süssen Duft fast magisch angezogen... Momentan ist hier Erntezeit für Zuckerrohr und nach einem netten Minkalabar unsererseits standen uns wieder "Tür und Tor" offen... Dem ganzen Prozedere vom pressen der Stengel, dem einkochen in riesigen Woks bis zum einpacken der fertigen Zuckerrohrtafeln in Kartons konnten wir uns ansehen. Zum Schluss bekamen wir dann sogar noch einige Tafeln davon geschenkt, die wir zu Hause dann zu Caipirinha verarbeiten werden....

Könnt Ihr euch vorstellen das es schöneres gibt als die sogenannten Highlights aus jeden Reiseführer oder Internet zu sehen die so sehr angepriesen werden? Wir lieben es abseits der Wege das Alltagsleben der Menschen hautnah zu erleben, das ist genau das was für uns das Reisen ausmacht... Wir "pfeifen" auf Hot Springs wo man mit 10 $ zur Kasse gebeten wird wenn wir das "wahre" sehen können... Die Wahrheit erschliesst sich sicherlich nicht immer auf den ersten Blick...


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Monotone Hammerschläge und Schnee in Mandalay

Dudumm dudumm dudumm... so ertönt es aus der kleinen Seitengasse in Herzen Mandalays... Das rhythmische Hämmern der Goldschläger erfüllt die morgendliche Luft und trägt Sie die Straße hoch und runter. Hier wird noch das Blattgold von jungen Burschen geschlagen das für die Burmesen und Ihre Tempelbesuche so wichtig ist... ein freundliches "Minkalabar" und das Eis ist wieder gebrochen...

Wir werden in eine dieser kleinen Werkstätte gewunken um der schweisstreibenden Arbeit eine zeitlang beizuwohnen... Sechs Stunden braucht es bis ein "Paket" die gewünschte hauchdünne Goldstärke aufweist erzählt man uns...Wir sehen ausschlieslich nur junge Männer die als Goldschläger hier arbeiten. Mit 40 Jahren sind die menschlichen Maschinen verschliessen, aber der Job ist trotzdem heiss begehrt, denn hier werden noch einige Kyats verdient...

 

In einem anderen Stadtteil durch denn wir zufällig mit dem Moped fahren erstrahlt alles in blütenreinem weiß... Natürlich handelt es sich nicht um Schnee obwohl die Bäume, Häuser und die ganze Umgebung danach aussieht... Wir sind im Viertel der Marmormetze gelandet und die ganze Strasse ist von unzähligen Buddah Statuen und anderen Reliquien gesäumt... Überall wird geflext, gehämmert und der Marmor anschliessend auf hochglanz poliert.... In all dem staubigen Durcheinander wird dann auch ganz unproblematisch der Farbpinsel manchmal noch geschwungen...


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Warum wir unheimlich stolz auf uns sind

Ihr werdet es wahrlich schwer glauben was ich euch jetzt erzählen werde... Nach 19 Tagen haben wir es tatsächlich geschafft uns noch eine Pagode / Tempel in Birma anzuschauen. Grosser Jubel und Applaus für uns selbst und so kurz vorm gegenseitig auf die Schultern klopfen waren wir schon irgendwie... Das ist jetzt sage und schreibe schon unser dritte, was uns ja fast schon rekordverdächtig für uns erscheint...

Wieviel sich wohl "normale" Reisende in dieser Zeit schon angeschaut haben? Unser "Plan" war eigentlich ein ganz anderer gewesen... Den berühmten Mandalay Hill mit seiner viel gepriesenen Aussicht... Im Westen fliesst der Irrawaddy und die Sagaing- und Mingun Hügel sind zu erspähen. Endlose Reisfelder im Norden und im Osten sieht man die fernen Shan Berge und wer gegen Süden schaut sieht vor sich Mandalay liegen... So hatten wir es überall vorab gelesen.. Was soll ich sagen, die Aussicht fanden wir nicht wirklich berauschend, was eventuell daran lag das wir am frühen Mittag dort waren und nicht zum Sonnenauf- oder untergang...

 

Dafür fanden wir etwas anderes inspirierend auf dem Mandalay Hill: den Glaspalast... Der Glaspalast besteht aus unzähligen kleinen Spiegelmosaiken und ein wirklich schönes Gesamtkunstwerk bildet es in seinem ganzen....

auch dafür: I like it.... Daumen hoch dafür....


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Reisen macht nachdenklich ODER wie wirklich ist die Wirklichkeit ?

Rückblickend erinnere ich mich an soviele Begegnungen mit all Ihren Einzelheiten so als ob es gerade erst vor zehn Minuten passiert wäre. Ich sehe die zwei kleinen schmutzigen Jungs die mit einem noch schmutzigerem 5 Liter Wasserkanister vergnügt vor dem Luxushotel Aye Yar River View Resort in Old Bagan spielen. Ich weiss genau das sie es niemals betreten werden und das auch nicht dürfen.

Unweigerlich stellt sich mir die Frage ob es vielleicht sogar das eigene Land ihrer Großväter war, denn in Alt Bagan wurden viele Menschen Zwangsenteignet damit die teueren Luxushotels erbaut werden konnten...

 

Oder die Begegnung beim Moped fahren als uns auf dem Weg zur Bootsablegestelle ein entgegen kommender Fahrer zugerufen hat: Lust auf eine Sonnenuntergangsfahrt auf dem Irrawaddy? Sein breites grinsen das locker über beide Ohren ging als er uns wiedererkannt hat werde ich auch nicht wieder vergessen... Den ganzen Tag hatte er mehr oder weniger verzweifelt versucht eine Tour an denn Mann oder die Frau zu bringen... Garnicht so einfach den fast alle Touristen die sich diesen Spass gönnen werden direkt von Ihren Luxusresorts per Shuttlebus natürlich zu "standesgemäßen" Dschunken gefahren... Ein Gläschen Sekt oder gerne auch mehr gehört zum Service an Bord... Ein Dinner for two ganz romantisch auf einer einsamen Sandbank im Fluss gefällig ? - no problem... Ich frage mich: warum kaufen die Touris noch nicht einmal ein kaltes Getränk in seinem kleinen Shop von diesem netten Mann und seiner Familie...

 

Ich sehe die alte Frau mit dem freundlichen lächeln deren komplette Finger der rechten Hand fehlen. Sie sitzt mit vielen anderen Bettler an den Treppenaufgängen auf dem mehr oder weniger steilen Weg hoch zu den heiligen Stupas und Tempeln... An den Bettlern geht man fast achtlos vorbei, aber am Heiligtum angekommen wird oft ganz grosszügig mit Blattgold um sich "geworfen"... Ist bestimmt wahnsinnig gut fürs Karma und fürs nächste Leben... Ich frage mich: Ist das in Buddahs Sinne?

Dies und noch viel mehr sind Begegnungen die sich tief in meinem Gedächtnis verankert haben...

 

Reisen macht nachdenklich, wie wirklich ist die Wirklichkeit....


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Bis an die Zähne bewaffnet - Der Königspalast in Mandalay

Endlich hatten wir das richtige Einlasstor für Touristen gefunden (mittlerweile hatten wir schon fast zum zweiten Mal die kpl. Palastmauer umrundet die stolze 8km lang ist) und ganz vorschriftsmässig unser Moped abgestellt hatten brauchten wir nur noch zwei Einlasstickets um den alten Königspalst endlich besichtigen zu dürfen...

Statts "normale" Ticketsverkäufer erwartete uns allerdings eine Delegation von Militärsoldaten die uns diese dann aushändigten nachdem Friedis Führerschein als Pfand bei weiteren unzähligen Reisepässen landete... Zuerst dachte ich noch: naja mal schauen was hier so abgeht wenn der Königspalast so bewacht wird, heilige und wertvolle Stätte bestimmt... Als wir dann endlich durch ein Tor schritten und das innere der Anlage betraten war ich sichtlich irritiert... Vor uns lag eine zweispurige asphaltierte Strasse die an Kreuzungen sogar mit Ampelanlagen bestückt waren... Auf dem Weg ins "Zentrum" begann dann Friedi folgendes aus dem Reiseführer zu zitieren:

Die vier Quadratkilometer große Palastanlage mit reich verzierten Gebäuden, liebevoller Glasmosaik-Dekoration im Inneren und den gepflegten Palastgärten war König Mindons ganzer Stolz. Er ließ ihn im Jahr 1857 wie eine kleine Stadt inmitten Mandalays erbauen und nach seinen Vorstellungen gestalten. Gesichert wurde die gesamte Anlage mit acht Meter hohen Mauern, die Angreifer abhalten sollten. Auch der 52 Meter breite Wassergraben um die Palastanlage diente dazu, dass sich der König und seine Familie hier sicher fühlten. Jede der vier Mauern erreichte eine Länge von zwei Kilometer und war mit 12 Wachtürmen und drei Stadttoren ausgestattet. Innerhalt der hölzernen Palastanlage gibt es 130 Gebäude, jedes mit einer anderen Funktion. Zur Anlage gehört unter anderem eine Schatzkammer, die Privatgemächer des Königs, mehrere Palastgärten und der Thronsaal. Dieser befindet sich im Zentrum der Palaststadt und wird noch heute wegen der reich geschmückten Innenwände mit schillernden Glasmosaiken und verspiegelter Dekoration als „Glaspalast“ bezeichnet. Während Friedi sein bestes als Vorleser gab wurden wir zwischendurch immer mal wieder von Militärfahrzeugen überholt... Aber weiter im Text: Ab dem Jahr 1942 besetzten die Japanischen Streitkräfte Mandalay inklusive dem Palast. Die angreifenden Briten vermuteten im Palastgelände das Hauptquartier der japanischen Truppen. Aus diesem Grund griffen sie gemeinsam mit den indischen Truppen die komplett aus Holz erbaute Anlage an und brannten sie bis auf die Grundmauern nieder. Sämtliche Gebäude innerhalb der Palastmauern wurden zerstört, erhalten blieb nur der Löwenthron, den die Briten vorher wegbrachten. So erlitt die letzte und großartigste Anlage dieser Art das Schicksal vieler anderer Paläste, die nach birmanischer Tradition vollständig aus Holz gebaut waren. Nun konnten wir wahrlich schwer unser Gelächter unterdrücken sage ich euch.... was zum Kuckuck gibt es denn eigentlich hier zu besichtigen wenn alles quasie abgefackelt ist ???? Die Gebäude des Königspalastes versuchte man in den Jahren von 1989-1996 so authentisch wie möglich wieder aufzubauen. Doch durch den Neubau aus Beton und Ziegeln und die roten Wellblechdächer hat es einiges an Charme und der ehemaligen Pracht verloren. Jetzt hätte ich mich wahrlich am liebsten auf den Boden geschmissen vor lachen... Was ist den HIER nur los???? Wieder so ein Fake für Touristen anscheinend, echt jetzt mal was haben wir herzlich gelacht über dieses selbst zusammen geschusterte Disneyland namens Königspalast... Wollt ihr wissen um was es sich tatsächlich handelt ? Kann ich euch gerne verraten... Der Königspalast ist eine Militärbase mit ca. 10.000 Soldaten die hier mit ihren Familien leben und das ist jetzt definitiv KEIN Witz... Ansonsten leider nur alles Lug und Trug... Aber eins hat mir wirklich gut gefallen, die historischen Fotos von Gebäuden und Personen die vermitteln wie es hier einst ausgesehen hat und zugegangen sein muss…


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Über Zerstörung und Wiederaufbau

Wer kennt sie nicht diese tollen Bilder aus dem Fernsehen von Bagan und den Heißluftballons die über dieses riesige Pagodenfeld fast lautlos schweben... Ganze Herrscharren von Touristen zieht es jährlich fast magisch an, ob mit dem Fahrrad, E Bike-Motorroller oder ganz romantisch sogar mit einer Pferdekutsche, Bagan ist ein muss für jeden Burma Reisenden ...

Wollt Ihr die Wahrheit darüber wissen was da wirklich so abgeht? Wir waren fast sprachlos deswegen, soviel schon mal vorab....Jetzt werdet Ihr euch sicherlich fragen: WAS zum Henker bitte kann eigentlich über diese schöne alte historische Königstadt mit ihren über 3000 alten Sakralgebäuden aus Ziegelstein denn negatives zu berichten sein??? Dann lest bitte nochmal GENAU was ich gerade eben geschrieben habe... Die größte Lüge ist schon das von den über 3000 Pagoden und Tempeln nur ein minimaler Bruchteil tatsächlich auch ALT ist...

Im Jahr 1975 und 2016 gab es zwei schwere Erdbeben mit mehr als 6,5 auf der Magnitudenskala.... Mittlerweile werden ganze Tempel, die beim Beben einstürzten und teilweise abgetragen wurden, aus neuen Ziegeln und Beton wiederaufgebaut, andere vollständig neu errichtet. Historische Baupläne und Stilrichtungen werden dabei kaum beachtet. Die Baumaßnahmen der herrschenden Generäle haben vor allem Symbolcharakter. Sie sollen der Bevölkerung ihre Frömmigkeit demonstrieren und ihre Regierungsgewalt in eine Linie mit den großen Herrschern der Bagan-Zeit stellen... So leicht Größenwahnsinnig scheinen die ja schon irgendwie zu sein, die lieben Herren Generäle wenn ihr mich fragt... Und jetzt dürft ihr gerne noch raten von wem diese ganzen Gebäude teilweise wieder aufgebaut wurden... Ja genau, von Zwangsarbeitern... Für schlappe 300 bis 400 US Dollar kann man sich gerne dann das "Neubaugebiet" von oben im Heißluftballon anschauen...

Die zweite Pagode die wir erst in Burma besichtigt haben... Ein alter Tempel der "restauriert" wird mit original Wandmalereien. Am späten Nachmittag öffnete uns nochmal der Schlüsselmeister und plauderte aus dem Nähkästchen...
Die zweite Pagode die wir erst in Burma besichtigt haben... Ein alter Tempel der "restauriert" wird mit original Wandmalereien. Am späten Nachmittag öffnete uns nochmal der Schlüsselmeister und plauderte aus dem Nähkästchen...

BILD LINKS: Beim nächsten Anstrich bekommt Buddahs Gewand wahrscheinlich eine andere Farbe...

BILD RECHTS: Der Schlüsselmeister war auch Künstler und stellt Sandbilder her, der Tempel diente Ihm als Atelier...

 


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Über Schlammfüße und Plattfüße

Warum es manchmal doch recht sinnvoll ist eine Landkarte zu studieren und einen Blick in einen Reiseführer zu werfen das kann ich euch gerne verraten... Eigentlich wollten wir auf der Landkarte nur schauen wohin uns unsere nächste Etappe hinführen könnte damit wir nicht ganz so planlos von A nach B reisen und dann eventuell wieder zurück nach A müssen weil wir ein für uns selbsternanntes Highlight verpasst haben...

Da stand es nun schwarz auf weiss auf der Landkarte: mud volcano - oje was haben wir uns darüber gefreut sag ich euch... Nun stand unser nächstes Ziel fest; auf gehts nach Minbu... Der Vorteil wenn man vorher definitiv keinen Reiseführer studiert besteht wohl darin das die Überraschung und Vorfreude bei uns dann ins unermessliche sich steigert... Von Bago ging es dann mit dem Bus nach Minbu und nachdem wir irgendwo in einem Guesthouse eingecheckt hatten war auch gleich wieder ein Moped klar gemacht... Die Nr. ging leider nur kurzzeitig gut und es dauerte nicht lange und ein Reifenflicker war von nöten... Mal wieder Glück im Unglück, keine 200m weiter wurden wir dann auch schon fündig... Für 1 x Schlauchflicken und einen alten Schlauch der innen um den Mantel gelegt wurde da der Schlappen quasi eher einem Slick glich als einem Mopedreifen mussten wir dann sagenhafte 500 Kyat (35 Cent) bezahlen...

Irgendwann Stunden später dann Abends... Als wir so ganz gechillt wieder bei uns auf der Terrasse sassen und nur wieder Blödsinn im Kopf hatten wie das halt so ab und an mal vorkommt bei uns, kamen wir noch auf eine wirklich dümmliche Idee... Also jetzt nachdem das Moped ja quasi einen fast neuen Reifen hat könnte Mann ja noch schnell die riesige Mandi-Plastikschüssel aus dem Badezimmer zerren und das verschruppte Bike mal richtig auf Hochglanz putzen und polieren und zwar so lange bis sein eigener Besitzer es selbst nicht einmal wieder erkennt....

Natürlich haben wir das nicht wirklich gemacht, aber alleine schon die Vorstellung fanden wir recht amüsant...
Natürlich haben wir das nicht wirklich gemacht, aber alleine schon die Vorstellung fanden wir recht amüsant...

Als ich Friedi um Hilfe rief war sein blödes Grinsen und sein Kommentar nur: das hast ja wieder einmal sauber hinbekommen du und deine Schlammlöcher aber auch... An Ihrem Heiligtum der auch Drachenberg von den Einheimischen genannt wird muss Mann und Frau -wie das eben so üblich an einem Heiligtum ist- natürlich die Schuhe ausziehen... Das kam mir natürlich sehr gelegen da ich sowieso unheimlich gerne Barfuss unterwegs bin... Und eins sag ich euch: das fühlte sich wirklich schön an mit den nackten Füßen über den kühlen erstarrten Schlammfluss zu laufen... Eine zeitlang ging das auch gut, auf der Stelle getippelt von einem Fuß auf den anderen und so... Der Untergrund wurde weicher und weicher und urplötzlich sackte mein einer Fuß knöcheltief ein und als ich mich selbst befreien wollte merkte ich sofort das ich immer tiefer einsank und ich sah mich schon bäuchlings kpl. im Schlamm liegen... Das nennt man dann wohl Schlammvulkan mit allen Sinnen geniessen oder so ähnlich jedenfalls...

Schlammvulkane...  Daumen hoch - we like it !


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Abseits der Wege - zu Tee und Papaya in einem kleinen Fischerdorf

Uns hat eindeutig wieder dieses Pippi Langstrumpf Sydrom gepackt... 2 x 3 macht 4 - widdewiddewitt und 3 macht 9e ! Wir machen uns die Welt - widdewiddewitt wie sie uns gefällt... Hey Pippi Langstrumpf hollahi hollaho holla hopsasa - Hey Pippi Langstrumpf wir machen was uns gefällt...

Frei zu sein bedeutend für uns: tun und lassen was man mag und das geht am besten natürlich mit einem fahrbaren Untersatz in Form eines Mopeds wiedereinmal... Ob hier im Moment gerade Trockenzeit ist oder ob es sich um eine Savannenlandschaft handelt weiss ich garnicht so genau wenn ich ganz ehrlich bin... Aber spielt das überhaupt eine Rolle? Mir ist es irgendwie jedenfalls egal denn die vielen braun, ocka, rot und gelbtöne verzaubern mich genauso wie ein immergrüner Regenwald... Wir hinterlassen nicht nur unsere Reifenspuren im Sand sondern auch jede Menge Staubwolken...

Nach der Reisernte auf dem Dreschplatz - sieht aber nur idyllisch aus, stundenlang gehts nur im Kreis... garantiert scheiss Job...
Nach der Reisernte auf dem Dreschplatz - sieht aber nur idyllisch aus, stundenlang gehts nur im Kreis... garantiert scheiss Job...

Fragen ob nun rechts, links oder doch lieber geradeaus stellen wir uns schon eine zeitlang nicht mehr... Was würde das denn auch für einen Sinn machen wenn wir eh nicht wissen wohin es eigentlich geht... Hauptsache von der Hauptstraße weg und kleine Dörfer links oder rechts des Weges erkunden... Irrawaddy sagt euch bestimmt etwas oder ? Das ist die wichtigste Lebensader von Myanmar... In einem kleinen Fischerdorf mit vielleicht gerade mal 20 oder 30 Hütten wollten wir ein wenig die Atmosphäre am Fluss auf uns wirken lassen... Lange blieben wir allerdings nicht unentdeckt und so kamen wir zur Einladung zu Tee und frischer Papaya... Menschen die so wenig haben und trotzdem so gastfreundlich sind ist fast schon beschämend für uns...


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Der liegende Buddah und die Marktschreier von Bago

Wir waren ja schon wirklich auf vielen Märkten in Asien unterwegs aber die Marktschreier hier in Bago haben uns besonders viel Freude bereitet. In diesem Blockartikel erzähle ich euch warum ausgerechnet dieser Markt viel schöner war als der so sehr angepriesene Bogyoke-Aung-San-Market in Yangon und über unseren ersten liegenden Buddah auf all unseren Reisen quer durch SOA den wir je zu Gesicht bekommen haben...

Es war wie eigentlich jeden Tag seid wir unterwegs sind, das wir wahllos mit dem Moped durch die Straßen und die schöne Landschaft gebraust sind und uns dabei ordentlich den Wind um die Nase haben wehen lassen... Schon von weitem erblickten wir den riesigen liegenden Buddah... Einen kurzen Zwischenstop schien uns das allemal wert zu sein und ein schattiges Plätzchen in der Abendsonne war auch schnell gefunden. Eine zeitlang sassen wir so auf dem kühlen Boden der Plattform und schauten den zahlreichen Kindermönchen einfach nur bei ihrem alltäglichem Treiben zu... Schöne Momente zum einsaugen und geniessen...

Mya Tharlyaung Buddha - stolze 90 Meter, vielleicht einer der längsten seiner "Art" in Myanmar
Mya Tharlyaung Buddha - stolze 90 Meter, vielleicht einer der längsten seiner "Art" in Myanmar

Ja genau... Jetzt wollt Ihr wissen warum wir den Markt in Bago schöner fanden als denn in Rangon... Ein Markt bedeutet für mich eigentlich Obst, Gemüse und so ein Zeugs. In Rangon war es eigentlich mehr ein Souvenirmarkt extra für Touristen, das mag vielleicht auch mal ganz "hübsch" für den einen oder anderen sein aber wenn ich ehrlich bin mag ich es lieber Souvenirs direkt in den kleinen Dörfern wo sie vor Ort produziert werden zu erwerben... Irgendwie gibt mir das auch das Gefühl das die Handwerkskunst dann von mir mehr geschätz wird, da man einen direkt persönlichen Kontakt hat und man auch bei der Herstellung zuschauen kann... Jetzt schweife ich aber wohl etwas vom Thema ab... Der Markt hier in Bago war auch etwas besonderes weil unzählige Marktschreier in einer ohrenbetäubenden Lautstärke Ihre Waren feilboten...

Öfters mal was "Neues"... Hier gibt es auch getrocknete Vögel
Öfters mal was "Neues"... Hier gibt es auch getrocknete Vögel

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Mission Impossible - als Restaurant-Tester in Bago

Wir haben keine Mühen und Kosten gescheut um exklusiv drei verschiedene Restaurants hier in Bago für euch zu testen. Auf Restaurantempfehlungen von diversen Reiseführern oder Internetbewertungen pfeifen wir ja eh und "neue" unbekannte Speiselokalitäten auszuprobieren macht uns ja sowieso bedeutend mehr Spass... Und jedes hat einen anderen Platz 1 von uns bekommen...

zu Restaurant 1: Die Auswahl an diversen gegrillten Innereien und anderen Köstlichkeiten wie Wasserbüffelpenis und der gleichen war wirklich riesig... Trotz diesen leckeren Angeboten blieb ich mir -wie meistens auch- treu und besann mich auf rein vegetarisches und für Friedi gab es dann auch ganz unspektakulär nur Reis, Gemüse und Hähnchen... Preislich war es eindeutig unschlagbar und belegte Platz 1 mit 0 Kyat. Thx nochmals für die Esseneinladung von Mr. Unbekannt aus Bago.

zu Restaurant 2: neben Reis, Gemüse, Hähnchencurry und Chrisbychicken haben wir eine Spezialität Myanmars ausprobiert... Lephet Toke (Teesalat) denn hier wird Tee nicht nur getrunken sondern auch gegessen. Zerkleinerte junge Teeblätter werden mit Salz und Sesamöl in einem Bambusrohr fermentiert und mit geröstetem Knobi und Bohnen, Limette, getrockneten Shrimps, Erdnüssen und Sesam serviert. Tolles Geschmackserlebnis. Die fast leeren Getränke und Teller wurden plötzlich vom Tisch geräumt dann wieder hingestellt und irgendwann dachte wohl der Abräumdienst: leck mich am Arsch was weiss ich den wo vorher welche Teller gestanden hatte. Alles wieder auf den Tisch geknallt und gut war... Belegte Platz 1 für bestes Entertainment...

Zu Restaurant 3: Das wir gerade in diesem Strassenlokal eingekehrt sind war wieder einmal ein Zufall gewesen... Auf einer Mopedtour wurden wir sozusagen durch das freundliche winken und die lauten mingalabar (Hallo) zurufe magisch angezogen... Als wir dann tatsächlich anhielten und nach irgendetwas essbaren nachfragten, hiess es zuerst das es nur morgens Suppe hier gäbe... Nach kurzem "hin und her" wurden wir dann gefragt ob wir ein Restaurant mit Westernfood suchen... Nö suchen wir nicht, Myanmar Food, local Food.... Zögerlich ging er mit uns um die Ecke und flugs wurden alle Deckel von den Töpfen die fein säuberlich in Reih und Glied standen hochgehoben... Die Sache war gebongt hier bleiben wir... Belegte Platz 1 für die Essensauswahl und für das Geschmackserlebnis und den tollen Service...


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Burma Beauty - Burmesische Schönheiten und Ihre Geheimrezepte

Thanaka statt teuere Feuchtigkeitscreme und Longy statts westlicher Minirock. Um attraktiv auf die Männerwelt zu wirken braucht es weder teuere Designerklamotten noch kostspielige Kosmetikas... Für wenige Kyat und somit sogar für jede Bäuerin erschwinglich gibt es auf jedem noch so kleinen Dorfmarkt und jedem Pagodeneingang Thanaka zu kaufen.

 

Drei Dinge braucht Frau dazu: einen flachen runden Reibstein der mit etwas Wasser benetzt wird und ein Stück Ast vom Thanakabaum dessen weiche Rinde dann zerrieben wird bis eine weisslich gelbe Paste entsteht... Auf Gesicht und Armen verteilt verleiht sie angeblich eine angenehme Kühle und verschließt die Poren für einen gleichmäßigen Teint und schützt zusätzlich die Haut vor Austrocknung. Gegen Akne und Entzündungen soll es wohl ebenfalls eine Geheimwaffe sein und zusätzlich als Sonnenschutz für eine helle Haut sorgen... Aber was wäre Thanaka ohne das richtige Outfit ? Ein Longyi (Wickelrock) der an der linken Hüfte verknotet wird wodurch ein elegant aussehender Falt entsteht und der Po in Szene gesetzt wird und jedes Gehen zum eleganten Schreiten avancier... Vorhang auf für Burmas next Top Modell....

Alles was Frauenherzen höher schlagen lässt... Thanaka in allen Variationen


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Wie es dazu kam das wir bei geschwätzigen Mönchen zum Mittagessen waren

Eigentlich wollten wir uns ja nur Downtown ein wenig ansehen als wir durch die kleinen verwinkelten Gassen von Rangon schlenderten... Eine weit aufstehende Toreinfahrt und eine Art Singsang erweckten dann allerdings mein Interesse an dem Treiben das sich wohl in diesem Hause gerade abspielte... Eins war mir sofort klar: es schien wohl eindeutig eine größere Party dort im Gange zu sein....

Ein älterer Mann winkte mir lächelnd zu und deutete mir mit seiner Hand das wir näherkommen sollen... Da wir mal wieder nichts "besseres" zu tun hatten folgten wir nur zu gerne seiner Einladung. Und ehe wir uns versahen sassen wir dann mit wildfremden Menschen im Schneidersitz auf dem Boden um einen Tisch in einem fremden Haus in der 5 Million Metropole Rangon... Einer der zahlreichen Mönche die sich ebenfalls im Haus befanden kam auch flugs angeeilt und hiess uns herzlich willkommen und war fortan dann unser persönlicher Gastgeber... Mönche Smartphone & Co. passt so etwas? Hier jedenfalls offensichtlich und eindeutig, kaum ein Mönch der nicht sofort sein Smartphone zückte und uns für die Ewigkeit per Touchdown festhielt... Beim Essen quaselten wir dann ausgiebig mit "unserem" Mönch und lauschten nebenbei einem anderen der über eine Lautsprecheranlage die Lehre von Buddha verkündete... Soetwas nennen wir persönlich ein extrem gelungener Tag ! Ach ja... Wer von euch sich jetzt fragt was der Anlass für dieses Fest war dem verrate ich es gerne: Ein Buddhistisches Fest das hier in Burma vier Tage lang gefeiert wird....


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Shwedagon – die wohl schönste Pagode der Welt

Tempel-Hopping ist ja nicht gerade unsere größte Leidenschaft und Stärke wie Ihr vielleicht ja schön längst wisst... Aber die wohl berühmteste, größte und vermutlich wertvollste Stupa der Welt und gleichzeitig auch das wichtigste Heiligtum der Buddhisten in Myanmar wollten wir uns dann doch nicht entgehen lassen...

Ich komme mir vor als ob mich jemand in eine selbst ausgedachte Phantasiewelt rein katapultiert hätte... Weisser Marmorboden der die gesamte riesige Plattform bedeckt und die mit Gold überzogenen Stupas und Pagoden die so grell im Sonnenlicht erstrahlen das es mir bei längerem hinsehen in den Augen wehtut und ich zu blinzeln anfange... Alle paar Meter gibt es etwas neues für uns zu entdecken. Auf dem Boden sitzen betende Pilger, Menschengrüppchen die im kühlen Schatten der Tempel ihr Mittagessen zu sich nehmen und der Duft von Räucherstäbchen der überall in der Luft liegt... Unzählige Händlern die Opfergaben, Buddhastatuen, Blumen, Räucherstäbchen, Blattgold und Gebetsfahnen verkaufen Reihen sich wie Perlen die an einer Kette aufgeschnürrt sind an den unzähligen Treppenstufen des Haupteinganges entlang. Aber am allerschönsten finde ich die Mönche und Novizinen die dieses Gesamtkunstwerk zu dem machen was es ist: Shwedagon – die wohl schönste Pagode der Welt...

Da ich euch nicht mit Fakten langweilen möchte gibts hier noch einen tollen Link mit mehreren 360 Grad Panoramen... AirPano


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Sie lächeln und sehen so glücklich aus... Warum?

Das wurde ich heute morgen kurz nach 10.00 Uhr bei der Einreise nach Yangon in Myanmar vom netten Mann von der Passkontrolle gefragt.... Ich bin in Ihrem Land zu Besuch und das macht mich gerade so glücklich war meine Antwort... Das zauberte dann auch Ihm ein lächeln ins Gesicht und ein Herzlich Willkommen in meinem Land kam dann über seine Lippen...

Und genau ab diesem Moment wusste ich das es die richtige Entscheidung von uns war genau dieses Land zu bereisen... Ich weiss nicht genau ob Ihr es nachvollziehen könnt wie schön es sich anfühlt wenn man in einem fremden Land so willkommen geheissen wird... Für mich gibt es eigentlich nichts schöneres, es gibt mir ein Gefühl von "angekommen" zu sein... Ein Gefühl von tiefer Dankbarkeit und Vorfreude auf was auch immer da noch kommen mag... Und eins weiss ich ganz sicher es wird wunderschön hier werden, ich kann es in Ihren Gesichtern sehen... Zuerst dieser etwas schüchterne Blick und dann dieses wirklich ehrliche Lächeln.... Das ist mir bis jetzt erst zwei mal passiert, hier und in Indonesien... In die Menschen habe ich mich jetzt schon verliebt und ich hoffe in den nächsten fünf Wochen verliebe ich mich genauso in Ihr Land....

Bhikkhuni - buddhistische Nonnen in ihren rosarbarbenen dreiteiligen Roben (trichivara)
Bhikkhuni - buddhistische Nonnen in ihren rosarbarbenen dreiteiligen Roben (trichivara)

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Über Korruption, Zwangsarbeit, Opium und sonstige "Nettigkeiten"

Wie auch z.B. in Indonesien herrscht hier die Korruption... Burma belegte noch vor 6 Jahren den vorletzten Platz von 183 Staaten. Mit exorbitanten Ausgaben für Militär, Polizei und Geheimdienste, die insgesamt über 50 % des Staatsbudgets ausmachen, aber dafür wurden Flughäfen und Straßen mithilfe von Zwangsarbeitern auch ausgebaut....

Zwangsräumung von Dörfern, Folter, Vergewaltigungen und Einsatz von Kindersoldaten -in den bis heute andauernden Kämpfen gegen Aufständische- vor allem gegen ethnische Minderheiten wie die Karen sind auch keine Seltenheit. Und auch einige Rebellengruppen beteiligen sich rege an diesem Treiben... Menschenrechtsorganisationen riefen Touristen lange zum Boykott des Landes auf, da diese ihrer Ansicht nach das Militärregime unterstützten und ihre Devisen nicht bei der Bevölkerung ankämen. Die Kehrseite ist allerdings für viele Menschen sind Touristen von existenzieller Bedeutung. Man sollte auch nicht vergessen das Touristen eine wichtige Quelle unabhängiger Informationen sind, die sonst kaum den Weg in und aus dem Land finden würden.

 

Burma liegt ja im sogenannten Goldenen Dreieck, in dem Schlafmohn angebaut wird, um aus ihm Opium zur Heroinproduktion zu gewinnen. Bauern werden zum Opium-Anbau durch das Militär gezwungen, in einigen Gegenden in denen nicht das Militär das Sagen hat wird der Drogenanbau durch Rebellengruppen kontrolliert. Sie werden in schwer auffindbaren Dschungel-Fabriken tonnenweise hergestellt und vor allem über Thailand und China in die ganze Welt exportiert. Burma nimmt auch eine Spitzenposition bei der Produktion von Amphetaminen ein, die auf chemischem Weg leichter, billiger und von der Witterung unabhängiger als Mohn produziert werden können.

 

Und jetzt wollt Ihr sicherlich wissen warum wir ein solches Land bereisen wollen.... WHY NOT... schliesslich ist ein Land nicht NUR Regierung, Militär und Rebellen sondern ein Land zeichnet sich durch die Menschen aus die darin leben.... Und genau diese wollen wir kennenlernen...


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Der Rucksack mit dubiosem Inhalt und der Sprengstofftest

Warum Friedis kleiner Rucksack mit einem "dubiosen" Koffer bei der Handgepäckskontrolle am Airport in Frankfurt für Aufsehen sorgte ist sozusagen Teil 2 der Geschichte des Reisebeginns... Aber genau solche unvorhersehbare Ereignisse sind quasi das Salz in der Suppe.... Daumen hoch dafür UND we like it !!! Reingehauen und mortz Spass gehabt lautet wohl Eindeutig unsere Devise...

Was steckt denn da in diesem Rucksack bitte drin? Bitte den kleinen Koffer entnehmen und seperat durch das Röntgengerät durchjagen... Kein Ding wurde natürlich pronto erledigt... Postwendend wurde Friedi danach beizittiert... Koffer bitte öffnen aber NICHT reinfassen - nur öffnen bitte !!! Was ist das bitte im Koffer? Nur en Quadrokopter sagte Friedi.... Achso... Da wohl anscheinend so eine Drone unheimlich gefährlich aussieht wurde sofort ein Test-Sprengstoff-Papierstreifen -wo auch immer hergezaubert- um den Sprengstofftest auszuführen... Breites Grinsen vom Zollbeamten, Test negativ... Friedi dann ist ja alles positiv.... Und eins sag ich euch jetzt noch: Wenn die Saftschubse dann später im Flieger antanzt und nach dem Essen fragt sag ich: Wan Tan Suppe als Vorspeise, Peking Ente als Hauptgang und ne Flasche Sake zum nachspülen bitte ! Wehe Sie sagt das haben wir nicht... Dann muss ich wohl ganz doof nachfragen ob das tatsächlich der Flieger nach Peking ist....


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Air China ODER warum wir ein Hotelzimmer in Malaysia buchen mussten...

Frankfurt: Es war ein perfekter Sonntag bis wir am Check In Schalter der Air China standen... Mit den Tickets in der Hosentasche, dem Visum für Myanmar im Reisepass stand jetzt ja soweit eigentlich nichts mehr unserem Urlaub im Wege... denkst de.... Gleich erzähle ich euch warum wir ein Hotelzimmer in Penang/ Malaysia gebucht haben das wir niemals betreten werden....

Stolze Besitzer von einem Flugticket Ffm-Peking-Bangkok und die selbe Reitschule wieder in umgekehrter Reihenfolge zurück... Wir dachten ernsthaft jetzt gehts los... Die "nette" China-Frau am Schalter verlangte dann urplötzlich ein Flugticket das unsere Weiterreise aus Thailand bestätigt da es ein Visa on Arrivel bei der Einreise nur für 3 Wochen (?) für Thailand gibt.... Ansonsten können wir Sie LEIDER NICHT BEFÖRDERN !.... Oha - Rückflug von Bangkok erst knapp 6 Wochen später laut unseren Flugtickets.... Unser Myanmar Visum war ihr völligst scheissegal und interessierte Sie einen Dreck... Kurt Felix mit seiner verdammten "Versteckten Kamera" war leider natürlich irgendwie auch nicht irgendwo zu erspähen.... Ihr boshaftes Grinsen (kann mich zwar nicht daran erinnern wird aber schon so gewesen sein) und die "Ansage" wir könnten ja hier am Airport im Reisebüro noch einen Weiterflug nach Myanmar schnell buchen machte die ganze Situation nur noch skuriller... Was nun? Spring ich über die Absperrung versuche Sie kurzfristig mal schnell zu erwürgen oder sollte ich doch lieber alternativ nachfragen ob Sie das nochmal wiederholen kann damit ich einen lustigen Video davon drehen kann? Die Gedanken überschlugen sich mal wieder in meinem Kopf und auf jeder Olympiade hätte ich Fabian Hambüchen um längen wahrscheinlich geschlagen....Aber die Vernunft siegte dann glücklicherweise doch bei mir und es gab keine Toten und Verletzte oder ein Flughafenverbot... Mal schnell aus meinen verborgensten Ecken meiner Seele Diplomatie aus der untersten Schublade gezerrt und Frau China etwas mit meinen Fragen bei Laune gehalten: (Ich) wie lange ist das schon so in Thailand? ... (Sie) schon immer... (Ich) Aha -schön die Augen dabei ungläubig aufgerissen- wohl aber nicht die letzten 20 -25 Jahre war ja schliesslich noch nie ein Problem gewesen... (Sie) nein das war schon immer so... (Ich) ok... dann werden wir eben mit dem Bus von Bangkok nach Penang/Malaysia weiterreisen statts nach Myanmar... und JETZT - grins...? (Sie) dann brauche ich bitte eine Reservierungsbestätigung von einer Zimmerbuchung in Penang.... (Ich) nur gedacht und nicht ausgesprochen: SINNLOS.... ich glaub ich geh besser mal ne Kippe rauchen... #kopfschüttel.... Ein Weiterflug oder eine Zimmerreservierung ist ja wohl eine absolute Lachnummer als sicheres Indiz das man tatsächlich auch wahrhaftig vor hat ein Land zu verlassen.... Jetzt haben wir ein Zimmer in Malaysia für 36 Euro das kein Mensch brauch, wir jedenfalls nicht... Aber das allerbeste ist und bleibt: Thailand interessiert uns wahrhaftig nicht die Bohne! Ironie des Schicksals...


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GASTBEITRÄGE

 

WhatsApp ist OUT !!!

 

Gästebucheinträge sind IN !!!


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Videotagebuch 2016

Tja was soll ich sagen.... Zu faul zum tippen... Aber das mit den Videos hab ich dann doch noch irgendwie hinbekommen... Viel Spaß mit den Kurzvideos... : )


Über viel Wasser das den Rhein runterfließt

Der letzte Kurzurlaub lag mittlerweile ja schon über zwei Monate zurück und es wurde langsam wieder Zeit neue Ufer zu ergründen... Unser Zelt und genügend Proviant hatten wir schnell zusammen gerafft und der unangemeldete Besuch bei unseren Schweizer-Nachbarn konnte beginnen...

Was hatten wir wieder für ein Glück gehabt... Unser Campingplatz lag direkt am Rheinufer und war alles in allem recht klein, familiär und überschaulich.  Wenn schon offizielles Camping dann bitteschön kein "Massentourismus"... Herz was willst du mehr... Auf unserem Programm stand eigentlich zu Anfang nur: Geburtstag von Friedi ordentlich feiern und der Rheinfall von Schaffhausen... An der Campingrezeption wurden wir reichlich mit diversen Flyern über das volle Ausflugsprogramm das es hier gibt zubombadiert.... Ne super Sache wenn man vorher echt null Plan hat was hier alles so ab geht... Wir waren dann zwar gut bestückt mit den ganzen Infos aber im Enddefekt wurden eigentlich nur kurzfristige, spontane Ausflüge von uns unternommen... Ja, ja, so sind wir eben, aber trotzdem besten Dank dafür...  Jetzt wollt Ihr ja bestimmt auch etwas über den Rheinfall wissen, also für uns war es definitiv kein Reinfall... War echt spektakulär an einem der drittgrößten Wasserfälle von Europa zu stehen und den brodelnden Wassermassen -die sich 23 Meter in die Tiefe stürzen- zuzusehen... Gerade für mich ein "must do", da ich meine Kindheit in der Nähe von Vater Rhein verbracht habe... Das erste was mir aufgefallen ist, war die unglaublich tolle Farbe türkisgrün, so kannte ich Ihn noch nicht... Eine Schiffsrundfahrt zum Rheinfall-Felsen um der Gicht ganz nahe zu kommen stand natürlich ganz weit oben dann auf unserer Rheinfallerkundung... Danach ging es durch den Europäischen Amazonas (wie er hier gerne genannt wird) bis nach Eglisau... Den Amazonas stelle ich mir schon ein wenig anders vor, aber nichtsdestotrotz war es eine tolle Landschaft und eine tolle Flussfahrt mit Kapitän Hansen... Das Highlight an diesem Tag war aber definitiv das Feuerwerk, das den Rheinfall in alle erdenklichen Farben einfärbte... Da hatten wir echt Glück gehabt, denn nur an Ihrem Nationalfeiertag findet dieses Spektakel wohl statt... Daumen hoch - we like it ! Jedem der einmal einen Abstecher in die Schweiz unternehmen will, dem kann ich empfehlen das an Ihrem Nationalfeiertag zu tun... Überall lodern Höhenfeuer und den ganzen Tag und auch die halbe Nacht hindurch werden Feuerwerke hier veranstaltet und ein Fest jagt das andere... Tolle Sache, sogar bei uns auf dem Campingplatz gab es ein riesiges Lagerfeuer und sogar ein kleines Feuerwerk... Da waren wir schön in Feierlaune mit den Einheimischen dort, nette ungeplante Geburtstagsfeier für Friedi... Jetzt aber genug der Worte, ich lasse besser mal Bilder "sprechen"...

 

 

P.S. Für die, die es interessiert... Info über den Campingplatz unter: http://www.camping-schaffhausen.ch/aktuelles.html

 


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Auf großer Fahrt mit dem Vulkan-Express

Montag morgen und das Handy klingelt um kurz nach 8 Uhr obwohl wir uns im Kurzurlaub in Andernach befinden... Aber wir wollten es nicht versäumen zwei Zugfahrkarten zu ergattern. Warum diesen ganzen Aufstand? Wegen einer simplen Zugfahrt? Nein, hier ging es um mehr... Wir wollten unbedingt einmal mit einer historischen Dampflok fahren...

Als die alte Dampflok schon fauchend und schnaubend in den Bahnhof eingefahren kam da hatten wir schon längst diese urzeitlich anmutenden Fahrkarten in der Hosentasche stecken. Solche Fahrkarten kennen wir ja noch aus unserer Kindheit, diese aus dicken Karton bestehenden Dinger... Jetzt hielten wir sie in unseren Händen: 2. Klasse, Vulkan-Express von Brohl nach Oberzissen und zurück... Aber Einsteigen und losfahren so einfach war das wohl damals -wie auch heute- nicht, die No 348 aus dem Jahre 1906 brauchte erst Wasser im Kessel damit dieser dann auch ordentlich unter Dampf stehen konnte. Das ganze Drumherum vor der eigentlichen Fahrt war schon wie ein Zeitsprung zurück in die Geschichte die wir damals gar nicht selbst miterlebt hatten. Die einzelnen Wagons waren wahnsinnig schön restauriert und jeder war ein kleines eigenständiges Unikat, keiner glich dem anderen... Irgendwann ging dann die zweistündige Fahrt los... Bitte einsteigen der Zug fährt gleich ab....

 

 

Na klar !!! Wir nehmen euch doch gerne "mit" zu einer historischen Dampflokfahrt...

 

 

Ob es in Oberzissen Sehenswürdigkeiten gibt? Keine Ahnung, wir wollten ja nur Dampflok fahren...

 

Mehr Infos über die Brohltalbahn findet ihr unter: http://vulkan-express.de/


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Verschlossene Hoteltüren - na und !!!

Das war wieder einmal eine dieser "berühmten" Nächte wie man so schön sagt... Angefangen hatte es wahrscheinlich weil wir die ganze Nacht hindurch im Bus saßen um nach Kumai zu fahren. Die Busfahrt war auch wieder äußert abenteuerlich gewesen, vor allem als wir irgendwann nach einer Pause -vor lauter Müdigkeit oder weil wir so aufgedreht waren-  in den falschen Bus auch noch eingestiegen sind...

Aber glücklicherweise waren wenigstens unsere "neuen" Mitreisenden wach und der Irrtum war recht schnell aufgeklärt. Eigentlich dachten wir das wir direkt bis Kumai fahren könnten, aber das stellte sich ebenfalls als einen Irrtum heraus. Naja das war uns dann auch zu dieser späten Stunde egal, da an der Endstation noch einige Mopeds nebst Ihren Fahrern rumlungerten. Nach einer kurzen Verhandlungsphase fuhren wir dann auch schon mit unseren Rucksäcken geschultert ins zehn Kilometer entfernte nächste Dorf... Wir fuhren bestimmt schon ne halbe Stunde durch die tropische Nacht , sie fanden das Losmen nicht, aber dafür fand uns Dian, der den Jungs dann zeigte wo es lang ging... Als wir dann endlich vorm Guesthouse standen half allerdings auch kein lautes energisches klopfen an der verschlossenen Tür... irgendwie schien die Nachtwache wohl dem Schlaf der Gerechten zu fröhnen... Jetzt wussten wir auch nicht mehr weiter... Dian bot uns kurzentschlossen an die Nacht in dem Haus seiner zukünftigen Frau Anis zu verbringen. Na das brauchte er uns nicht zwei mal zu sagen, da waren wir gleich mit von der Partie... Der ein oder andere von euch mag uns jetzt vielleicht als verrückt erklären das wir mitten in der Nacht bei einem Fremden einfach übernachten wollen, aber wisst ihr was: man braucht nur Angst vor seiner eigenen Courage zu haben und nicht immer vor Fremden oder dem Unbekannten... Das ist meine Meinung jedenfalls dazu... Dian und seine Familie interessierte sich natürlich sehr dafür wie unsere Pläne für die nächsten Tagen so seien. Geplant hatten wir den Tanjung Puting Nationalpark etwas zu erkunden. Glücksfall pur - Dian hatte schon ab und an Touren unternommen und wollte morgen ein Klotok (Hausboot) startklar machen und uns als Guide begleiten. Insgesamt waren wir zu sechst zum Schluss auf dem Boot, unser Kapitän, sein Assistent (der gleichzeitig "Mädchen" für alles war), Dian als Guide, Anis seine Frau (die uns immer mehr als lecker bekochte) und wir zwei... Das besondere am Tanjung Puting NP ist das es drei verschiedene Orang Utans Camps dort gibt und das diese auch nur auf dem Wasserweg besucht werden können ... Man schippert denn ganz Tag gemächlich auf dem Fluss und genießt einfach nur denn Regenwald...  Ich mag es wenn ich einschlafe und wenn ich morgens die Augen wieder öffne und den "Sound of Nature" höre, das fühlt sich fast wie eine endlos Schleife an, meinetwegen könnte das nie enden...

 

Nachdem wir wieder zurück in der Zivilisation waren, beschloss Dian wir könnten doch noch ein paar Tage bei ihm und seiner Familie verbringen. So kam es das wir dann noch drei Tage in Kumai hängenblieben. Wir unternahmen zusammen mit Anis und Dian diverse Ausflüge, besuchten das halbe Dorf inklusive dem Bürgermeister und hatten noch jede Menge Spaß zusammen...

 

DANKE für die wunderschöne Zeit mit euch !!!

 

 

Verschlossene Hoteltüren - na und !!!


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Die unermüdlichen Männer von Cempaka

Diamantenfelder kennt ja bekanntermaßen schon fast jedes Schulkind aus dem Fernsehen. Südafrika, Hochsicherheitstrakt, Röntgengeräte und Sicherheitspersonal bis zum abwinken... Niemals zuvor hätten wir es für möglich gehalten das wir eines Tages tatsächlich inmitten der wuselnden Diamantenschürfer ungestört diesem Treiben zuschauen können.

Wer nun denkt: ach ja das sieht ja total idyllisch aus, den muss ich enttäuschen.... Diesen Job wollen wir nicht einmal "geschenkt".... Und NEIN wir waren nicht in Südafrika sondern in Südkalimantan in Cempaka unterwegs.... Die Diamantenjäger haben wohl einen der härtesten Jobs hier in der Gegend den man sich vorstellen kann. Tagtäglich von morgens bis abends in der schlammigen Brühe die begehrten Diamanten und die anderen unzähligen Edelsteine an Tageslicht zu befördern...Gewohnt wird in dem kleinen Dorf das direkt bei der Mine ist. Alte Frauen die aus gesundheitlichen Gründen bei der schweren Arbeit nicht mehr helfen können, kümmern sich nun um die spärlichen Hütten.... Und WAS bitte können wir als kleines Dankeschön für die tollen Stunden die wir dort verbracht haben den Jungs geben? Ein paar selbstgedrehte Kippen, eine Handvoll Rupiah für eine Handvoll ungeschliffener Edelsteine wäre vielleicht ein Anfang.... Aber nicht das ihr jetzt denkt wir hätten Diamanten gekauft, nein das taten wir nicht.... Nur Steine, nichts als Steine....



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"Streetart" in Kalimantan und Malaysia

Graffiti hierüber scheiden sich wohl die Geister.... Für den einen wahrer Vandalismus und für andere Kunst in Form von Wandmalereien...Für mich einfach nur ein klein wenig eine buntere Welt die viel zu "grau" ansonsten geworden ist... Ich mag es durch die Straßen zu schlendern und die bunten Graffitis an Hauswänden, Mauern und wo auch immer anzuschauen und hier und da auch mal einen Foto zu machen...

Straßenkunst die so vergänglich ist...

Was ich euch jetzt noch darüber erzählen soll? Das weiß ich beim besten Willen auch nicht.... Kein Plan, dafür aber paar Bilder...


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SpeedDating mit Rumänien - 1 Motorrad, 4 Tage u. 850km

Gelandet in der Walachei, kalter Vulkanismus an Schlammvulkanen und wilder Ritt durch das Transfargarasan-Gebirge... Als Mina Murray und Jonathan Harker auf der Suche nach Vlad dem Pfähler in Bran... Blind Date mit Bären in den Karpaten... Heuwagen in Siebenbürgen... Besuch bei den Reifenflickern in Curtea de Arges und prämierte Spitzenweine in Bukarest

Was weiß man den so über die Rumänen?

Alles Roma und Zigeuner, Sozialschmarotzer, bettelnde Menschen in der Fußgängerzone die dann standesgemäß mit einem Mercedes abgeholt werden, zwischendurch auch gerne mal Taschendiebstähle wenn das Geld vom Amt nicht ausreicht. Kinderraub wollen wir natürlich auch nicht vergessen und wenn wir gerade dabei sind: vergesst bloß nicht eure Wäsche reinzuhängen wenn eine Wohnwagenkolone wieder in eurer Stadt pausiert. Leider muss ich euch nun echt enttäuschen, den mit all dem haben wir keine Bekanntschaft gemacht. Was uns erwartet hatte? Auf alle Fälle keine Eselskarren in Bukarest und Menschen wie aus dem vorletzten Jahrhundert. Ein tolles Land mit unglaublich schöner Landschaft und netten Menschen lernten wir kennen, ein Land das den Eindruck erweckte im Aufschwung zu sein, und uns immer wieder mit seinem Fortschritt überraschte. Das ging schon am Flughafen los.... Habt Ihr schon mal einen Taxiautomaten gesehen? Nee, wir vorher auch nicht. Da wählt man die gewünschte Taxigesellschaft aus, bekommt den Preis pro Kilometer angezeigt und in wie viel Minuten das Taxi vor Ort ist, das ganze bestätigen und dann spukt der Automat eine Art Quittung aus auf der das Kennzeichen vom Taxi vermerkt ist. Drei Minuten später stand das Taxi tatsächlich vorm Airport. Was auch extrem auffällig war: Cash or Card? In Deutschland muss man ja manchmal sogar fragen ob Kartenzahlung möglich ist, dort eine Selbstverständlichkeit... Aber natürlich gibt es auch noch das "andere" Rumänien und genau das wollten wir auch sehen... Der nachfolgende Film trägt natürlich noch über das Klischee Rumänien bei, aber Ferrari, die neuesten BMW könnt ihr euch auch gerne in Deutschland anschauen...


 

Hotel Nostalgia in Bukaresti

Ein Hotel wie aus längst vergangenen Zeiten, nachts um 1 Uhr empfing uns der freundliche Herr an der Eingangspforte. Hält das Hotel was es uns bei unserer Buchung im Internet verspricht? War es richtig das erste Mal überhaupt ein Zimmer vorab zu reservieren? Und warum wird dieser Ausblick verheimlicht?



Als Mina Murray und Jonathan Harker auf der Suche nach Vlad dem Pfähler

Natürlich war es glasklar das wir auf den Spuren von Dracula in Transsilvanien wandeln wollten. Eine nächtliche rasante Fahrt in einer Kutsche, die vier schwarzen Pferde galoppieren in einem atemberaubendem Tempo durch die dunklen hügeligen Wälder der Karpaten. Ein Rudel wilder Wölfe Jagd uns heulend hinterher und der Kutscher schwingt immer schneller die Peitsche, den wiehernden Rappen schäumt das Maul und ihre angsterfüllten Augen glänzen gespenstisch im Mondlicht... Ja so könnte es gewesen sein, war es aber leider nicht.


 

Vulkane die nicht "heiß" sind

Was es hier nicht so alles in Rumänien gibt. Schlammvulkane die lustig vor sich hin blubbern. Die Vulkanartigen Gebilde entstehen durch Gase die sich 3000m durch das Erdinnere an die Oberfläche drücken und ton-u. wasserhaltige Schichten durchqueren. Die besonderen Vulkane mit dem "Blubb"



Über Bären und Problem-Menschen

Wo fährt man am besten in Europa hin um Bären zu sehen? Eindeutig nach Rumänien, dort gibt es die größte Population von ca. 6000 Braunbären die durch die dortigen Wälder noch streifen. Einem fast drei Meter großem Koloss "Auge in Auge" im Wald zu begegnen, das blutige Videomaterial mit den schrecklichsten letzten Sekunden unseres Lebens, per Eilboten von der dortigen Polizei an unsere Verwandten verschickt, naja soweit ging der Bärenvirus dann doch nicht... In Brasov soll es einen Bären-Mac-Drive geben, dort bedienen sich allabendlich die Bären aus den Karpaten an den reichlich gefüllten Müllcontainern der Stadt. Bären und Müllcontainer? Finden wir auch reichlich dämlich. Aber in einem dichten Wald aus Eichen, Hainbuchen und Haseln mit sehr viel Unterwuchs in der nähe von Zarnesti liegt das größte Bärenschutzzentrum Europas. Das Bärenreservat ist ein Mammutprojekt, das im Jahr 2005 gegründet wurde und heute 56 Braunbären und einem Schwarzbären ein artgerechtes Leben ermöglicht. Sämtliche dieser Bären stammen aus tierquälerischer Haltung in Käfigen neben Restaurants, Hotels oder Tankstellen. Einige fristeten ihr Leben in einem Zirkus oder einem Zoo. Das Ziel des Reservats ist es nicht, einen Zoo zu etablieren, sondern die Bären unbeeinflusst leben zu lassen. Besuche sind daher auch nur in Gruppen und mit fachkundiger Leitung möglich. Jedes dieser Tiere hat eine Geschichte, die mit Tierquälerei oder Misshandlung zu tun hat, und sie alle dürfen jetzt hier in Ruhe leben. Sie genießt das satte Gras und die weiche Erde unter ihren Tatzen, den lauen Wind, der ihnen um die Nase weht, sowie den großräumigen Platz und die kühlen Badestellen für ausgedehnte Sonnenbäder. Weit weg von jeglichen Problem-Menschen...


Schlangenkurs und unkoordinierter Kreisel-Hip-Hop

Was macht einen Urlaub so richtig toll? Unvorhergesehene Ereignisse mit denen man vorher nicht gerechnet hat und natürlich auch den Kontakt zu der einheimischen Bevölkerung. Frühmorgens nach einem opulenten Frühstück und die Satteltaschen mit unserem Krempel vollgestopft ging unsere Reise weiter... Nach nur 5 Metern war klar das am heutigen morgen etwas anders als die Tage zuvor war... Nach 20 km Schlangenkurs vollführten wir dann in einem Verkehrskreisel noch einen kurzen Kreisel-Hip-Hop bevor es zu den Reifenflickern von Curtea de Arges ging...


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